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lokale agenda ulm 21
AK "Bildung"
AK "Regionale Produkte"
gesund essen in der Schule

Projekt - Konzept

Situation

Frühstück: Viele Schulkinder gehen morgens ohne ausreichendes Frühstück aus dem Hause und sind schon in der ersten Unterrichtsstunde hungrig und daher unkonzentriert.
Pausenbrot: Schulkinder werden von zuhause sehr unterschiedlich mit ihrem Zwischenimbiss für die Pausen versorgt; von keinem, über ausgewogenes bis zum Kalorien-überfrachteten Pausenbrot ist jede Variante üblich. Im Umfeld vieler Schulen finden sich Kioske mit sinnvollen bis fragwürdigen Angeboten für den Zwischenimbiss.
Mittagessen: Ganztags-Unterricht an den Ulmer Schulen wird seit Jahren zunehmend zur Regel. Damit ist es notwendig, den Schulkindern ein Mittagessen in oder im Umfeld der Schule anzubieten. Die derzeitigen Angebote sind höchst unterschiedlich. Vorbildlich geführte Mensen sind ebenso anzutreffen wie Catering-Service und Zufallsangebote im Umfeld. Augenfällig ist, dass viele Schulkinder in ihren mittäglichen Essgewohnheiten Führung und Vorbild benötigen.

Ziele

Gesündere Ernährung: Die Ernährung der Kinder soll gesünder, d.h.: vielfältiger und mit maßvoller Kalorien-Zufuhr gestaltet werden. Das ist selbstverständlich - doch wie erreicht man das?
Nachhaltigkeit: Gesündere Ernährung muss nachhaltig verwirklicht werden; kurzfristige Diät-artige Erfolge bringen nichts.
Eigen-Initiative: Die Schulkinder sollen gesunde Ernährung als ihr ureigenstes Interesse erkennen und daher selbst verwirklichen. Diese Utopie gilt es, den Kindern als ihr eigenes Ziel zu vermitteln.
Strukturen: Um die Schulkinder in ihren Bemühungen zu unterstützen und ihre Chancen auf nachhaltige Umsetzung ihrer Ziele zu verbessern, braucht man günstige Strukturen, z.B.: Mensa, vielfältiges Angebot, ausreichende Mittagspause, u.v.m. Was ist notwendig, was ist wünschenswert? Was kann man überhaupt erreichen? (auch vorbildliches Mensa-Angebot erreicht heute nicht mehr als 10% der Schüler).

Projekt

Projektgruppen: Schulkinder bilden an den teilnehmenden Schulen Projektgruppen und organisieren ihre Projekte selbst. Die Teilnahme der Schule ist freiwillig.
Pädagogisches Konzept: Ernährung und Umwelt stehen schon für die Grundschule im Bildungsplan, daher sollte das Projekt in ein gesamt-pädagogisches Konzept eingebettet sein.
Anleitung: Die Schulkinder werden in ihren Projektgruppen von Lehrern angeleitet. Sinnvoll könnte auch eine behutsame Unterstützung durch Köche, Ernährungs-Fachleute, engagierte Bürger sein.
Aufgaben: Das Projekt ist offen, d.h. die Gruppen geben sich ihre Aufgaben selbst; es dürfte aber sinnvoll sein, dass zunächst die Situation an der eigenen Schule recherchiert wird, z.B.:

  1. Frühstück daheim
  2. Pausenbrote / Kiosk-Angebote
  3. Mittagessen in oder im Umfeld unserer Schule
  4. Was geschieht bereits an unserer Schule?
Ziele: Jede Projektgruppe formuliert dann Ziele, wie an ihrer Schule die Essgewohnheiten nachhaltig verändert werden könnten. Dazu werden möglichst wenige Vorgaben gemacht.
Teilnehmer: nachdem die Teilnahme möglichst vieler Schulen für die nähere Zukunft nicht erreichbar scheint, wird der AK Bildung einzelne Rektoren und Lehrer direkt für das Projekt zu gewinnen suchen.
Laufzeit: Das Projekt läuft z.B. über ½ Jahr, Start zum Beginn des nächsten Schul-Halbjahres.

Projektbegleitung

lokale agenda: Der AK Bildung und das agenda büro organisieren und begleiten das Projekt.
Events:

  • Schaukochen in Schulküchen
  • Besuch von Marktständen, Gärtnereien, Molkereien etc.
  • Besuch von Bauernhöfen
  • Kochen mit den Köch/innen des Kochtreffs Ulmer Tafel
  • eigene Projekte
Medien: regelmäßige Veröffentlichungen, z.B. in "Zeitung in der Schule" der SWP, und in Radio und Fernsehen.

AK Bildung
Gisela v. Canal, Friedrich Pieper
November 2011